© Michael Symonds 2008
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Schlussbemerkungen

Bei den sechs Artikeln dieser Artikelserie haben wir das Informationsphänomen fast nur im Rahmen der Computertechnik behandelt. Den Grund dafür hatte ich in der Einleitung schon genannt: Die Frage nach der vereinheitlichten Informationstheorie sollte möglichst konkret und praxisbezogen gerechtfertigt werden.

Dabei wurden viele offene Fragen aufgezeigt, die nach wie vor einer Klärung harren: Warum hat die IT-Branche immer noch erhebliche Probleme bei der Realisierung ihrer Projekte? Warum ist die dominierende Vorgehensweise der Softwareentwicklung immer noch das Trial-and-Error-Prinzip? Warum ist gerade die Objektorientierte Programmierung so erfolgreich? Gibt es ein noch »unentdecktes«, viel leistungsfähigeres Programmierparadigma? Was ist überhaupt Programmieren? Was ist das gemeinsame Prinzip aller Programmiersprachen und Programmiertechniken?

Ein vereinheitlichter Informationsbegriff und eine vereinheitlichte Theorie der Information müssen uns auf all diese Fragen plausible Antworten geben lassen können. Ob sich damit auch alle Schwierigkeiten des Software-Engineerings lösen lassen, steht auf einem anderen Blatt. Aber wir werden dann besser verstehen können, worin sich die spezifischen Schwierigkeiten der Softwareentwicklung begründen und das wiederum wird unseren Paradigmen, Strategien und Vorgehensweisen einen deutlichen Entwicklungsschub verschaffen.

Alte Probleme in neuem Gewand

Es gibt meines Erachtens überhaupt nur zwei Urantriebe menschlicher Erkenntnis: Entweder wollen wir etwas verstehen, oder wir wollen etwas erreichen. Das eine nennen wir das Staunen und das andere nennen wir Probleme und Zielsetzungen. Von all dem ist in Bezug auf das Informationsphänomen und der damit verbundenen Informationstechnik, -wissenschaft und -philosophie in reichlichem Maße zu finden. Und deshalb stehen wir erst ganz am Anfang einer richtig spannenden Entwicklung, in der sich längst beiseite geschobene philosophische Fragestellungen und Denkfiguren zu einer überraschend frischen Aktualität aufschwingen werden — und zwar in Gestalt des ungeklärten Informationsbegriffs.

Fortsetzung folgt ...

Nein, wir wissen nicht, wir ahnen kaum. Und schließt man sich den erkenntnistheoretischen Folgerungen meiner Informationstheorie an, dann können wir auch nicht wissen, dann werden wir auch nie wissen. Aber dazu erst in einigen Monaten mehr, in meinem Buch: »Was ist Information? — Die Antwort«.

Sollten Sie auch Antworten auf die von mir aufgeworfenen Fragen suchen? Dann lassen Sie sich rechtzeitig von dem Erscheinen meines Buches »Was ist Information? — Die Antwort« informieren. Bitte bestellen Sie hier einen Newsletter.

Auf der Seite »Zitierte Quellen« finden Sie eine Liste der referenzierten Literaturstellen.

 

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